Eine Kanzlei-Website kostet zwischen 0 Euro und 20.000 Euro – je nachdem, ob Du sie selbst baust, einen Freelancer beauftragst oder eine spezialisierte Agentur. Die ehrlichere Frage ist aber nicht, was eine Website kostet, sondern was sie einbringt: Schon ein einziges neues Dauermandat refinanziert in der Regel das komplette Projekt. Hier bekommst Du realistische Preisspannen, die wichtigsten Kostentreiber – und die Rechnung, ab wann sich welche Variante lohnt.
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ToggleSteuerberater-Website: Kosten im Überblick
| Variante | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo & Co.) | 0–500 € | 10–50 €/Monat | Übergangslösung, kaum SEO-Chancen |
| Freelancer / Webdesigner | 2.000–6.000 € | 0–100 €/Monat | Solides Design, Texte und SEO meist Zusatzaufwand |
| Allgemeine Webagentur | 5.000–15.000 € | 50–300 €/Monat | Professionell, aber ohne Branchenwissen |
| Spezialisierte Kanzlei-Agentur | 6.000–20.000 € | 100–500 €/Monat | Design + Texte + SEO + Berufsrecht aus einer Hand |
Die Spannen wirken groß – der Unterschied liegt fast immer in drei Punkten: Wer schreibt die Texte, wer macht die Suchmaschinenoptimierung, und wer pflegt die Website danach. Genau diese drei Punkte entscheiden aber darüber, ob die Website Mandanten gewinnt oder nur digital existiert.
Die 5 größten Kostentreiber
- Umfang: Eine 5-Seiten-Website (Start, Leistungen, Team, Karriere, Kontakt) kostet deutlich weniger als ein Auftritt mit Branchenseiten, Ratgeber-Bereich und Karriereportal.
- Texte: Professionelle Kanzlei-Texte, die Positionierung und Nutzen transportieren, machen oft 20–30 % des Projekts aus – und sind der am häufigsten gestrichene Posten. Ein Fehler.
- SEO: Keyword-Recherche, lokale Optimierung und saubere Technik entscheiden, ob Du bei „Steuerberater + Stadt” gefunden wirst. Ohne SEO ist die Website eine Visitenkarte ohne Adresse.
- Individuelle Funktionen: Honorarrechner, Termin-Buchung, Mandanten-Onboarding oder Karriereseite mit Bewerbungsstrecke kosten extra – konvertieren aber messbar besser.
- Pflege & Wartung: Updates, Sicherheit, Inhaltspflege. Ohne Wartung veraltet jede Website – technisch und inhaltlich.
Warum Branchenspezialisierung den Unterschied macht
Eine allgemeine Agentur baut Dir eine schöne Website. Eine spezialisierte Agentur weiß zusätzlich, wonach Mandanten wirklich suchen, welche Inhalte das Berufsrecht erlaubt, wie sich eine Kanzlei vom Wettbewerb differenziert – und welche Fehler andere Kanzleien schon teuer bezahlt haben. Das spart Korrekturschleifen und bringt schnellere Ergebnisse: Die Sprache Deiner Mandanten, die Struktur einer Kanzlei und die typischen Conversion-Hebel müssen nicht erst gelernt werden.
Laufende Kosten realistisch einplanen
- Hosting & Domain: 10–50 €/Monat für schnelles, DSGVO-konformes Hosting in Deutschland.
- Wartung & Pflege: 50–200 €/Monat für Updates, Backups, Sicherheit und kleinere Anpassungen.
- SEO & Content (optional): 300–1.500 €/Monat, wenn die Website aktiv Rankings und Anfragen aufbauen soll.
Was eine gute Website einbringt: die ROI-Rechnung
Ein durchschnittliches Dauermandat bringt einer Kanzlei je nach Struktur 2.000 bis 6.000 Euro Umsatz – pro Jahr, über viele Jahre. Eine Website für 8.000 Euro, die nur zwei zusätzliche Mandate pro Jahr bringt, hat sich im ersten Jahr amortisiert und liefert danach reinen Ertrag. Umgekehrt kostet eine „günstige” Website, die nicht gefunden wird, jeden Monat unsichtbar Geld: Mandanten, die bei der Konkurrenz landen. Über 85 % aller Mandanten suchen heute online – die Website ist kein Kostenpunkt, sondern Dein günstigster Vertriebsmitarbeiter.
Diese Fehler kosten am meisten
- Nur auf den Preis schauen: Die billigste Website ist die, die keine Anfragen bringt.
- Texte selbst schreiben „wenn mal Zeit ist”: Das Projekt liegt dann monatelang auf Eis – und die Texte bleiben Behördendeutsch.
- SEO weglassen: Design ohne Sichtbarkeit ist Dekoration.
- Keine Pflege einplanen: Veraltete Öffnungszeiten und Sicherheitslücken schaden Reputation und Ranking.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet eine Steuerberater-Website bei einer spezialisierten Agentur?
Je nach Umfang meist zwischen 6.000 und 20.000 Euro einmalig, plus laufende Betreuung. Dafür kommen Design, Texte, SEO und Technik aus einer Hand – abgestimmt auf die Steuerberatungsbranche.
Reicht nicht auch ein Baukasten wie Wix?
Als Übergangslösung ja. Für nachhaltige Sichtbarkeit nein: Baukästen sind bei Ladezeit, SEO-Möglichkeiten und Individualisierung stark eingeschränkt – und wirken auf anspruchsvolle Mandanten schnell generisch.
Wie lange dauert die Erstellung einer Kanzlei-Website?
Mit klarem Prozess 4 bis 10 Wochen – von der Analyse über Design und Texte bis zum Livegang. Am längsten dauert es erfahrungsgemäß, wenn Texte kanzleiintern geschrieben werden sollen.
Was kostet die laufende Pflege?
Rechne mit 50 bis 200 Euro pro Monat für Wartung, Updates und kleinere Anpassungen. Soll die Website aktiv wachsen (SEO, neue Inhalte), liegt das Budget entsprechend höher.
Kann ich eine bestehende Website überarbeiten lassen statt neu zu bauen?
Ja – ein Relaunch auf bestehender Basis ist oft günstiger. Ob sich das lohnt, hängt vom technischen Zustand ab; eine kurze Analyse schafft Klarheit.
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Gründer & Geschäftsführer der taxtify GmbH. Seit über einem Jahrzehnt auf Marketing und Wachstum von Steuerkanzleien spezialisiert — zuvor Head of Marketing & Business Development in der Steuerberatungsbranche. Autor bei Haufe und Dozent, u.a. für das IFU-Institut.


