Was bedeutet E-Bilanz?
Was ist XBRL? eXtensible Business Reporting Language — ein internationaler Standard für strukturierte Finanzdaten. Jede Bilanzposition bekommt einen eindeutigen “Tag” (z. B. de-gaap-ci:bs.ass.fixAss.tan für Sachanlagen). Das Finanzamt kann die Daten direkt automatisiert prüfen, mit Vorjahren vergleichen, Plausibilität checken.
Wer braucht keine E-Bilanz? EÜR-Macher (Freiberufler, kleine Selbstständige mit Umsatz <800.000 € und Gewinn <80.000 €), Kleinstgewerbetreibende ohne Bilanzierungspflicht, Land- und Forstwirte unter bestimmten Voraussetzungen. Frist: Bis zum 31.7. des Folgejahres (regulär) bzw. 28./29.2. des übernächsten Jahres (mit Steuerberater = Beraterquote, § 149 AO). Verspätung führt zu Verspätungszuschlägen.
Praxisbeispiel
Eine kleine GmbH bilanziert zum 31.12.2026. Steuerberater erstellt die handelsrechtliche Bilanz und überträgt sie via DATEV ins XBRL-Format. Vor Übermittlung kontrolliert er Konten-Mappings (welches GmbH-Konto entspricht welchem XBRL-Tag?) — meist ist das standardisiert via SKR03 oder SKR04. Übermittlung bis 28.2.2028 (Beraterquote). Kosten für E-Bilanz isoliert: 80–250 €.