DATEV ist eine eingetragene Genossenschaft (eG) mit Sitz in Nürnberg und der größte Anbieter von Software und Dienstleistungen für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und ihre Mandanten in Deutschland. Etwa 40.000 Mitglieder – vor allem Steuerberater – sind angeschlossen.
Was macht DATEV?
DATEV stellt die zentrale Software-Infrastruktur für die deutsche Steuerberatungsbranche bereit. Die wichtigsten Bereiche:
- Buchhaltungssoftware (DATEV Kanzlei-Rechnungswesen, Unternehmen online): Steuerberater und Mandanten arbeiten direkt im selben System.
- Lohn- und Gehaltsabrechnung (LODAS, Lohn und Gehalt): bundesweit der Marktstandard in Kanzleien.
- Jahresabschluss & Bilanzierung: durchgängiger Workflow von Buchhaltung bis zum fertigen Abschluss.
- Steuerberechnung & Steuererklärung: alle wichtigen Steuerarten für Steuerberater.
- Mandanten-Portale (DATEV Meine Steuern, Unternehmen online): digitaler Belegaustausch zwischen Mandant und Kanzlei.
Was Mandanten von DATEV haben
Für Privatpersonen und Unternehmen, die mit einer Kanzlei zusammenarbeiten, ist DATEV vor allem das System, mit dem Belege ausgetauscht und Buchhaltung geführt wird. Der Standard-Workflow:
- Mandant lädt Belege in DATEV Unternehmen online hoch (per App, Scanner oder Buchhaltungssoftware).
- Steuerberater bucht direkt aus diesem Bestand – ohne Papier, ohne Excel-Liste.
- Lohnabrechnungen, BWA und USt-Voranmeldungen entstehen automatisch.
Für Mandanten bedeutet das: schnellere Auswertungen, weniger Papierkram, klarere Übersicht über Cashflow und Steuerlast.
DATEV-Verbund – warum das eine Genossenschaft ist
DATEV gehört ihren Mitgliedern. Steuerberater zahlen Beiträge und beziehen dafür Software, Beratung und Rechenzentrums-Dienste. Der Vorteil für Mandanten: ein einheitlicher technischer Standard über alle DATEV-Kanzleien hinweg. Wechselst Du den Steuerberater, können Daten in der Regel direkt übernommen werden.
Alternativen zu DATEV
Es gibt etablierte Alternativen wie Lexware, Addison (Wolters Kluwer), sevDesk, Lexoffice oder Buchhaltungsbutler. Sie sind oft schlanker und günstiger, aber im Kanzleimarkt weniger verbreitet. Für Mandanten heißt das: Wenn Deine Kanzlei mit DATEV arbeitet, hast Du die Wahl meist nicht – Du wirst für den Belegaustausch im DATEV-System angelegt.
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Häufige Fragen
Brauche ich als Mandant einen eigenen DATEV-Vertrag? Nein. Für den Belegaustausch (Unternehmen online, Meine Steuern) reicht ein Zugang, den Deine Kanzlei einrichtet.
Kostet DATEV für Mandanten extra? Die Nutzung von Mandantenportalen ist meist in den Kanzleigebühren enthalten. Eigene DATEV-Software (z. B. Buchhaltung im eigenen Haus) kostet je nach Modul mehrere hundert Euro pro Jahr.
Ist DATEV sicher? DATEV betreibt ein eigenes hochsicheres Rechenzentrum in Nürnberg, zertifiziert nach BSI-Grundschutz, ISO 27001 und mit deutschem Datenschutzstandard.